Am Sonntag dem 25. Juli 2010 waren Vertreter von Lebendiges Kongo e.V. zusammen mit Frau Laurette Kaniki zu Gast in der katholischen Kirchgemeinde "Heilige Familie" in Leipzig-Schönefeld. Sie nahmen dort am Gottesdienst teil und Laurette Kaniki stellte im Anschluss daran der Gemeinde das landwirtschaftliche Hilfs- und Entwicklungsprojekt "Tomaten aus Kasangulu" des Vereins vor. Sie bat um Unterstützung und Spenden für das Projekt, das ehemaligen Kindersoldaten und alleinstehenden Frauen in der DR Kongo die Möglichkeit gibt, Ausbildung und Beschäftigung im lokalen Anbau und Vertrieb von Tomaten zu sammeln. Laurette Kaniki ist Studentin an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg (Baden-Württemberg) und wird im September dieses Jahres für Lebendiges Kongo ein Auslandspraktikum in der DR Kongo absolvieren. Die Kollekte der "Heiligen Familie" brachte über 300,- Euro ein, die direkt in das Projekt fließen und Laurette damit helfen, das Projekt vor Ort erfolgreich zu gestalten. Dafür sagt Lebendiges Kongo allen Beteiligten vielen Dank, insbesondere Pfarrer Michael Teubner, der dem Verein die Möglichkeit eingeräumt hat, das Projekt vorzustellen und damit die Unterstützung der Gemeinde ermöglichte.
Tragischer Unfall im Dorf Sange im Kongo fordert 235 Tote - Zwei Tage Staatstrauer
Freitagabend, am 2. Juli, ereignete sich in der Provinz von Süd-Kivu in dem Dorf Sange, das 70 km von der Provinzhauptstadt Bukavu entfernt liegt, eine Feuerkatastrophe, die ungefähr 235 Tote und mehr als 107 Verletzte forderte. Die ersten Beisetzungen haben bereits am Samstag Abend begonnen. Die kongolesische Regierung rief für Montag zwei Tage lang Staatstrauer aus und lässt die Flaggen auf Halbmast hängen. Das Drama erschüttert die DR Kongo direkt nach den Feierlichkeiten zur 50 jährigen Unabhängigkeit.
Joel Nzokulu-Bile (Foto, Mitte) ist glücklich: Herr M. aus Köln (Namen werden von Lebendiges Kongo e.V. aus Gründen des Datenschutzes nicht ohne vorherige Zustimmung veröffentlicht) ist sein Pate geworden und dank seiner Hilfe kann der 12jährige jetzt eine normale Schulzeit absolvieren.
Die Vertretung der Demokratischen Republik Kongo ist in die deutsche Hauptstadt umgezogen. Die Anschrift des neuen Botschaftsgebäudes (Foto rechts) lautet: Ulmenallee 42a, 14050 Berlin.
Das neue Botschaftsgebäude ist Mo. bis Fr. von 09.00 bis 16.00 Uhr geöffnet (Telefon und Fax: 0 30 – 81 49 04 94). Demnächst wird die Webseite unter www.ambardc-rfa.de erreichbar sein.
Informationen zu Pass und Visum Chancelier Patrick Liyau (links) ist unter anderem zuständig für die Beantragung neuer Pässe und die Ausstellung von Visa. Liyau bittet Kongolesen, die einen neuen Pass benötigen, telefonisch einen Termin mit ihm zu vereinbaren: Tel. 0 30 – 81 49 04 94.
Zu dem vereinbarten Termin bringen Sie bitte den alten Pass, die Geburtsbescheinigung sowie zwei
neue Passbilder mit. Ein neuer Pass kostet 170,00 EUR. Die Bearbeitung (auch für die Ausstellung von Visa) dauert in der Regel zwei Tage. Die Sprechzeiten für Pass- und Visumsfragen sind Mo. bis Fr. zwischen 10.00 und 15.00 Uhr (bitte Terminvergabe beachten).
"Die DR Kongo ist das Land der Zukunft"
Am Sonnabend dem 03. Juli 2010 begrüßte Lebendiges Kongo e.V. die außerordentliche und bevollmächtigte Botschafterin der DR Kongo in Deutschland, Ihre Exzellenz Clémentine Shakembo Kamanga, zu einem Vortrag über die Entwicklungschancen des Landes nach 50 Jahren Unabhängigkeit, die die DR Kongo bereits am 30. Juni dieses Jahres gefeiert hatte. Die Botschafterin sprach von den enormen Potentialen, welche das zentralafrikanische Land kennzeichnen: dem hohen Anteil junger Menschen in der Bevölkerung, den riesigen Reserven an Land, Süßwasser und fruchtbarem Boden, den zahllosen Bodenschätzen und den vielen Möglichkeiten, die sich ausländischen Investoren in der DR Kongo eröffnen. Sie sprach von der DR Kongo als dem Land der Zukunft, wenn es um die Entwicklung und Modernisierung des afrikanischen Kontinents insgesamt gehe.
Die Botschafterin der DR Kongo in Deutschland, Ihre Exzellenz Clémentine Shakembo Kamanga, informierte bei ihrem Leipzig Besuch am 3. Juli über den Beschluss der Weltbank und des IWF vom 30. Juni, der DR Kongo den größten Teil der uneinbringbaren Schulden zu streichen. Damit erfüllte die Weltbank eine Forderung der Entschuldungskampagne, die in Deutschland unter dem Namen „erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung“ (www.erlassjahr.de) bekannt ist. Auch in Leipzig gibt es seit 1998 eine aktive Gruppe von erlassjahr.de, die von Christine Müller, Arbeitsstelle eine Welt in der Ev. Luth. Landeskirche Sachsens, koordiniert wird. Die Botschafterin dankte im Anschluss an ihren Vortrag der Initiative erlassjahr.de ausdrücklich für ihr Engagement.
Fräulein Fanny ODIA sucht eine Stelle als Au Pair in Deutschland. Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an Lebendiges Kongo e.V., Tel.: 0341 - 23 49 088 oder schicken eine E-Mail an
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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2010: Tomaten aus Kasangulu
Das Projekt "Tomaten aus Kasangulu" hat sich zum Ziel gesetzt, ehemaligen Kindersoldaten und alleinerziehenden Frauen die Möglichkeit zu geben, eine landwirtschaftliche Ausbildung und Beschäftigung zu finden und so wieder am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und sich selbst zu versorgen. Es sollen fünf Arbeitsplätze beim Anbau und der Ernte von Tomaten in Kasangulu in der Provinz Bas-Congo entstehen. Unsere Projekleiterin und Ansprechpartnerin vor Ort wird Laurette Kaniki sein. Sie ist Studentin des Faches „Internationale Soziale Arbeit“ an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg und absolviert ein Praxissemester in der DR Kongo für den Verein Lebendiges Kongo e.V.. Sie wurde von Diplom-Agrar-Ingenieur Wolfgang Fritsch im April 2010 in Leipzig zum Thema geschult, der das Projekt fachlich betreut und begleitet.
Die Botschafterin der Demokratischen Republik Kongo Clémentine Shakembo Kamanga besuchte am Mittwoch, den 21.04.2010 das Vereinsbüro von Lebendiges Kongo. Während des Kurzbesuchs beschrieben ihr die Mitarbeiter des Vereins ihr Arbeitsfeld und berichteten über Erfolge und Probleme in der Projektarbeit vor Ort. Die Botschafterin dankte den Mitarbeitern von Lebendiges Kongo für ihr Engagement und für die Hilfe, die der Verein damit leistet. Besonders begeistert war sie von unserem Internet-Café in Kinshasa, weil Wissenstransfer und lebenslanges Lernen auch in ihrem Land sehr wichtig ist. Die Botschafterin zeigte sich zudem bewegt darüber, dass der Verein neben ehemaligen Kindersoldaten vor allem auch allein stehenden Frauen hilft. Frauen haben einen besonderen Platz in ihrem Land, sie geben das Leben und sie sind das Leben, sagte die Botschafterin bei dem Treffen. Clémentine Shakembo Kamanga wünscht dem Verein, dass er seine gute und wertvolle Arbeit mit Erfolg weiterführt, um so ein friedliches und lebendiges Kongo mitzugestalten. Ihre Verbindung zum Verein und seinen Zielen soll beibehalten und ausgebaut werden.